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Die Webinale 2010 in Berlin

Produktivität und Kommunikation oder „Sag doch wenn Du nicht kommunizieren möchtest“ Vom Sonntag den 30.Mai bis Mittwoch den 2.Juni versammelten sich alle Interessierten zur Webinale in Berlin.

„Webinale – the holistic web conference“ – hier macht schon der Titel klar, warum sich diese Konferenz nur in Auszügen schildern lässt. „Holistic“ oder wie das Wörterbuch verrät, „ganzheitlich“ war der Anspruch der Veranstaltung. Programmierer, Entwickler, Werbeleute, Designer und Texter. Einfach alle, die am Ball bleiben wollen und den Austausch zu Themen rund ums WWW suchen, waren gekommen. Spannend und vielfältig war sie, die Webinale 2010 in Berlin.

In mancher Hinsicht war die Konferenz auch beruhigend. Etwa dann, wenn im Saal fast alle Teilnehmer ihre Zustimmung bekunden. Die Frage war, ob die eigene Produktivität unter der Kommunikation leidet? Da erstaunt die hohe Zustimmung, schließlich haben alle Anwesenden zumindest ein gemeinsames Ziel: mit ihren Produkten im Internet hohe Conversionrates – also im gewissen Sinn Kommunikation – zu erzeugen. Trotz aller Professionalität gibt es keinen Königsweg zwischen Kommunikation und Produktivität. Der Glaube ans Multitasking ist angesichts dieser doppel- und dreifach Belastung längst begraben. Via Smartphone, Mails, Twitter und Skype finden die wenigsten das Gleichgewicht zwischen Kommunikation mit Kollegen und Kunden einerseits und der Ruhe zum eigentlichen Produzieren ihrer Designs, Texte und Codes andererseits.

„Wir arbeiten in einer Bar. Mitten drin steht der Schreibtisch und wir sind immer für alle anderen ansprechbar. Damit müssen wir lernen, umzugehen“, fasst es ein Teilnehmer zusammen.

2010 in Berlin: Die Webinale - The holistic Web Conference

2010 in Berlin: Die Webinale – The holistic Web Conference

Eine Erinnerung, die den „Digital Natives“ nicht mehr plausibel ist, ist das Fax. Heute bestenfalls für Bestätigungen genutzt, hat es vor wenigen Jahren in den Agenturen noch die Mail ersetzt. Und wer möchte schon 50 Faxe am Tag versenden? Kommunikation und Spiele im Internet lenken ab, aber nicht nur manchmal sorgen sie auch für die „kreative Pause“.

Wie geht ein Unternehmensleiter damit um, die Produktivität zu sichern? Einige Unternehmen gehen den Weg und machen Facebook und Co. zu. Einfach um die Produktivität der Mitarbeiter zu sichern und zu steigern.

Ist dieser Schritt berechtigt? Schließlich nehmen die Zugriffe auf die Online-Games am Montag zu, erreichen mittwochs eine Spitze und ebben zum Wochenende deutlich ab. Was heute gemessen werden kann, gab es früher schon. Ein berechtigter Einwand ist hier der Verweis auf die Offline-Spiele. Schon früher gab es die die Möglichkeit Solitär oder Sven Bomwollen zu spielen. Heute ist die Antwort in den Reihen der Teilnehmer relativ einheitlich. Wie die Mitarbeiter ihre Arbeit erledigen, könne der Unternehmensleitung egal sein. Produktive Pausen und die Möglichkeiten, die Aufgaben und Probleme mit Hilfe des Internets und seiner Kommunikationswege zu lösen, solle sich kein Unternehmen verbauen. Ein offener Ansatz, der in kleinen Unternehmen und bei flachen Hierarchien längst bewährte Praxis ist.

Wieviel Blumenkohl habe ich bei Farmwell angepflanzt? Dahinter steht die Frage nach dem Sinn. Müssen wir soviel schreiben und lesen wie wir es heute tun? Vieles ist Geräusch, das ist klar. Einigkeit besteht darüber, wer der Filter ist. Der Nutzer selbst. Also müssen wir doch lesen. Überlegen können wir nur, wen wir zum Lesen zwingen.

„Als jemand der im Web arbeitet sind wir darauf angewiesen aktiv mit Kommunikation umgehen. Sag doch, wenn Du nicht kommunizieren möchtest.“ Eigentlich ganz einfach oder?

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